boah is mir schlecht

23. März 2008

im österlich-winterlichem Saarland wurde ich von Oma kulinarisch verwöhnt (Makubinischer Auflauf, mit Haferflocken panierte Hähnchenbrüstchen, Blumenkohl, Rollbraten, Marmorkuchen und natürlich Lyoner!) und zur Krönung habe ich auch noch heute Morgen nach langemlangem Suchen (gestern Abend habe ich mich völlig blind nur ein paar Zentimeter entfernt vom Nest bewegt) mein Osternest gefunden und bin auch gleich darüber hergefallen. Momentan knabber ich noch an einem Osterhasen, obwohl mir schon total schlecht ist…

Frohe Ostern!


Nachtrag zu saarländisch kuliniert

17. Januar 2008

Da die Gerichte wohl nicht alle so einfach zu verstehen waren, hier noch ein kleiner Nachtrag.
Befassen wir uns erstmal mit dem Kappestierten. Der Kappes ist ein Weißkohlkopf. Der Weißkohl wird zu Sauerkraut verarbeitet und ist einer Hauptbestandteile. Aber nun von vorne, man beginnt mit dem Kochen von ein paar Kartoffeln, stampft sie, gibt das heiße Sauerkraut dazu und schnippelt ein großes Stück Lyoner (Lyoner-Exkurs folgt gleich) hinein. Währenddessen hat man ein bisschen Speck angebraten und gibt den auch noch darüber. So einfach und so lecker!
Die Lyoner, ganz wichtig für das Saarland, ist Fleischwurst, die jedoch eine spezielle Gewürzmischung beinhaltet und unter dem Namen Lyoner nur im Saarland verkauft werden darf. Merke: Nicht jede Fleischwurst ist eine Lyoner! Ich bin mit dem Lyoner von der Metzgerei Stroh aufgewachsen.
Aber nun noch schnell zum Dippeslabbes. Der/Das Dippen ist ein Topf und Labbes ist ein Lappen. Der Dippeslabbes ist ein „Topfkuchen“. Zutaten sind Kartoffeln, Lauch, Dörrfleisch, Zwiebeln und Eier.
Noch Fragen?


Saarländisch kuliniert

15. Januar 2008

Nachdem ich gerade bei Fudge einen Beitrag über das Saarland und „Das perfekte Dinner“ gelesen habe, baute sich eine riesige Jammjamm-Wolke in meinem Kopf auf.
Geprägt durch eine saarländische Mutter, bin ich doch mit vielen netten saarländischen Gerichten aufgewachsen. Häufig erhalte ich nur ein Kopfschütteln, wenn ich von den Gerichten meiner Kindheit spreche. So gab es bei uns Knödel immer mit Leberwurst gefüllt und Sauerkraut.
Gerne esse ich ja auch Kappestiertes oder Dippelabbes, Omas warmer Grummbeersalat und Bohnebriecher mit Meisjer.
Hach schön war er, der kleine geistige kulinarische Ausflug und jetzt habe ich erstmal richtig Hunger…